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Inspirierende Ansätze

SwanseaDie kommunale Aufnahme von Neubürger:innen: Das ‘Welcome to Swansea’-Mentoring-Programm

Was ist inspirierend?

Das Mentoring-Programm ‘Welcome to Swansea’ federt die Auswirkungen der restriktiven nationalen ‘Hostile Environment’ Politik ab (siehe Abschnitt über die Migrationspolitik des Vereinigten Königreichs). Das Programm erleichtert nicht nur die Inklusion von Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen in die Community, sondern begleitet, Asylbewerber:innen in die Eigenständigkeit. Zudem hilft es die soziale Isolation zu überwinden.

Wie funktioniert das Programm?

Durch das Mentoring-Programm lernen Freiwillige und Programmteilnehmer:innen - zumeist neu zugewanderten Asylbewerber:innen - sich kennen. Neben Unterstützung in alltäglichen Angelegenheiten können so Gefühle der Isolation direkt nach der Ankunft gelindert werden. Zusammen schwächen die lokalen Behörden und die Zivilgesellschaft die ‘Hostile Environment’ Politik auf doppelte Weise ab: So wird nicht nur der sozialen Isolation vorgebeugt. Es wird gleichzeitig die Selbstorganisation sowie die Kooperation zwischen Neuankömmlingen und Asylbewerber:innen, die schon länger in der Stadt leben, gefördert. Die Mentoring-Aktivitäten sind breit gefächert und umfassen in der Regel mehrerer Hilfestellungen. Die Mentor:innen erklären und zeigen Busrouten, den Zugang zu Dienstleistungen oder sicheren Treffpunkten der Stadt, bringen Neuankömmlinge in die Bibliothek, helfen bei Behördengängen oder beim Kontakte knüpfen.

Was ist das Ergebnis?

Neue Asylbewerber:innen lernen durch die Aktivitäten die Region Swansea besser kennen. Die Mentor:innen unterstützen Projekteilnehmer:innen direkt nachdem sie an das Projekt verwiesen werden. Die ‘Swansea City of Sanctuary’-Bewegung bildet die ehrenamtlichen Mentor:innen aus und bringt sie dann mit den Teilnehmer:innen zusammen. Die gemeinsame Arbeit ist eine Kurzzeitmaßnahme, die in der Regel aus zwei bis acht Sitzungen besteht, je nach den Bedürfnisse der Teilnehmer:innen. Das Programm hat zwischen 40 und 50 Mentor:innen und etwa 120 Mentees pro Jahr.

Wer hat das Projekt initiiert? Wie?

Das Projekt ‘Cities of Sanctuary’ in Wales rief die Initiative ins Lebenn, die zwischen 2015 und 2018 mit einem Zuschuss der Lotterie finanziert und in Partnerschaft mit ‘Displaced People in Action’ (DPIA) in Cardiff durchgeführt wurde. Das Programm heißt jetzt ‘A Better Welcome to Swansea’. Es wird weiterhin im Rahmen einer Partnerschaft zwischen ‘Swansea City of Sanctuary’ und dem ‘Swansea Council of Voluntary Services’ durchgeführt und von der National Lottery finanziert. Wie der Bericht ‘Intercultural Cities’ über Swansea, der von einem Expertenteam des Europarats verfasst wurde, hervorhebt, unterstützte der Stadtrat von Swansea die lokale ‘City of Sanctuary’-Bewegung bei der Durchführung dieses Programms. So ist beispielsweise die offizielle Koordinator:in für Migration, Asylbewerber:innen und Geflüchtete des Stadtrats von Swansea als lokales Ratsmitglied stark in das Projekt eingebunden (Interview, Dezember 2020).

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