Moving Cities
Inspirierende Ansätze

Cádiz Interkulturelle Inklusion

Was ist inspirierend?

Mit Sensibilisierungsmaßnahmen für die lokale Bevölkerung versucht Cádiz zur Entstehung einer Willkommenskultur beizutragen. Dieser Ansatz ist beispielhaft, da er die Öffentlichkeit in einer Transitstadt wie Cádiz über die Lebenswirklichkeit von Geflüchteten und Migrant:innen aufklärt. Da nach mehr als 20 Jahre konservativer Stadtregierungen erst vor kurzem begonnen wurde, Migrationspolitik aus progressiver Perspektive zu thematisieren, besteht hier ein besonderer Handlungsbedarf.

Wer hat das Projekt initiiert? Wie?

Die Kampagne ‘#DoNotBeConfused’ (#QueNoTeConfundan), die von der andalusischen Vereinigung für Menschenrechte (Asociación Pro-Derechos Humanos de Andalucía— ADPHA) in Cádiz entwickelt wurde, versucht seit 2019 Hassreden in der Stadt zu bekämpfen. Sie befasst sich mit Fehlinformationen, die Einwohner:innen etwa von Verwandten oder Arbeitskolleg:innen auf ihren Handys erhalten können und die ethnische und religiöse Minderheiten, insbesondere Migrant:innen, verunglimpfen. Die Initiator:innen starteten die Kampagne nachdem eine rechtsextreme politische Partei, in diesem Fall Vox, in das andalusische Regionalparlament eingezogen war.

Wie funktioniert die Kampagne?

Die Kampagne befasst sich mit verbreiteten Gerüchten über Minderheiten und widerlegt sie mit korrekten Informationen. Zu Beginn wurde eine Webseite und ein Faltblatt mit Richtigstellungen entwickelt. Außerdem wurden Ausstellungstafeln mit diesen Informationen in Schulen, Vereinen und ausgewählten öffentlichen Räumen mit hoher Sichtbarkeit aufgestellt. Zur Kampagne gehören auch Vorträge, Videos und interaktive Panels. Die Mitglieder der Kampagne bieten zudem Sensibilisierungsworkshops an, in denen sie mit Schüler:innen sprechen. Wer sich für diese Workshops interessiert, kann Kampagnenmitarbeiter:innen für entsprechende Veranstaltungen einladen.

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