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Inspirierende Ansätze

BremenGesundheitsversorgung für Alle

Was ist inspirierend?

Im Jahr 2005 führte Bremen eine ‘Gesundheitskarte’ für alle Geflüchteten ein, um ihnen eine regelmäßige medizinische Versorgung zu ermöglichen. Die Karte ist wegweisend bei der Entstigmatisierung der Gesundheitsversorgung von Geflüchteten im Rahmen der Regelversorgung in Deutschland.

Wie funktioniert das Modell?

Die Karte gleicht derjenigen für gesetzlich Krankenversicherte. Zu diesem Zweck schloss die Bremer Sozialbehörde einen Vertrag mit einer gesetzlichen Krankenkasse (AOK) ab. Dies ermöglichte es den Geflüchteten, eine medizinische Versorgung innerhalb des regulären Systems zu erhalten, während ihre Behandlung in anderen Bundesländern oft durch ‘Lagerärzte’ in einem separaten System erfolgt

Was ist das Ergebnis?

Die Karte bedeutet eine wesentliche Verbesserung für Geflüchtete im laufenden Asylverfahren sowie für Migrant:innen ohne Papiere. Seit dem ‘Asylkompromiss’ von 1993 haben Asylbewerber:innen nur Anspruch auf eine eingeschränkte Gesundheitsversorgung. Undokumentierte Geflüchtete haben in der Regel nicht einmal darauf Anspruch. Nach wie vor weist das Bremer Modell Mängel in der Einschränkung des Leistungsumfangs auf, z. B. bei chronischen Behandlungen oder künstlicher Befruchtung. Dennoch ist es ein vergleichsweise großer Fortschritt.

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