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Inspirierende Ansätze

MailandEin Zentrum für unbegleitete minderjährige Migrant:innen

Was ist inspirierend?

Als Reaktion auf die steigende Zahl unbegleiteter ausländischer Minderjähriger hat die Stadt Mailand 2019 das Servicezentrum ‘MSNA’ (Minori Stranieri non Accompagnati - unbegleitete ausländische Minderjährige) eingerichtet. Es dient als innovatives, multifunktionales Zentrum, das sich ausschließlich um unbegleitete minderjährige Migrant:innen kümmert.

Wie funktioniert das Projekt?

Das ‘MSNA’ Servicezentrum ist ein experimenteller Dienst, der gemeinsam von der Stadt Mailand, der Sozialgenossenschaft ‘Farsi Prossimo’, ‘Spazio Aperto Servizi’ und ‘Save the Children Italy’ verwaltet wird. Es zielt darauf ab, den Aufnahmeprozess zu verbessern. Es wird von einem multidisziplinären Team unterstützt, das sich aus Sozialarbeiter:innen, Pädagog:innen, Ärzt:innen, Psycholog:innen, Rechtsberater:innen, Italienischlehrer:innen, Verwaltungspersonal und Expert:innen zusammensetzt. Die Servicestelle sorgt auch für die Koordinierung und Ausbildung von ‘Tutori Volontari’ (freiwillige Vormünder oder von den Jugendgerichte:rinnen benannte Bürger:innen, die bereit sind, sich freiwillig zu engagieren).

Was ist das Ergebnis?

Das Dienstleistungszentrum ist dank eines integrierten Ansatzes, der die Arbeit unterschiedlicher Institutionen koordiniert, ein Vorzeigebeispiel für die Arbeit von Aufnahmesystemen: Verschiedenen Einrichtungen und Organisationen sind an allen Phasen des Betreuungsprozesses beteiligt. Dazu gehört das regionale Gesundheitssystem (einschließlich neuropsychiatrischer Abteilungen für Kinder und Jugendliche), die Stadtverwaltung, Polizeibehörden, das Jugendgericht sowie NGOs.

Wer hat das Projekt initiiert? Wie?

Das Servicezentrum geht auf einen kommunalen Beschluss zurück, der am 27. April 2018 nach der Verabschiedung eines der innovativsten und umfassendsten Gesetze über Schutzverfahren für unbegleitete minderjährige Migrant:innen in Europa unterzeichnet wurde.

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